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Keine Tafel für Wolfgang Szepansky?

Berlin. Der antifaschistische Widerstandskämpfer und Kommunist Wolfgang Szepansky (1910–2008) führte an die zehntausend Jugendliche durch das KZ Sachsenhausen, in das er bis 1945 eingesperrt war. Für seine Verdienste bei der »Aufarbeitung der Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands« wurde ihm 1996 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und das Aktive Museum wollten sein Lebenswerk mit einer Gedenktafel ehren, genau an der Stelle, wo er 1933 an eine Wand »Nieder mit Hitler! KPD lebt« malte und verhaftet wurde.

Nun haben die jetzigen Eigentümer der ehemaligen Schultheißbrauerei an der Kreuzberger Methfesselstraße die Ehrung verwehrt. Die Initiatoren laden daher zu einer Gedenk- und Diskussionsveranstaltung ein. Dr. Kurt Schilde (Stiftung Topographie des Terrors) stellt die Biographie Wolfgang Szepanskys vor. Mitstreiter und Familie werden über ihn berichten. (jW)


Donnerstag, 3. Mai, 19.30 Uhr, ver.di-Mediengalerie, Dudenstraße 10, Berlin

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.05.2012, Seite 15, Antifaschismus

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