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EU-Kartellstrafe gegen Spediteure

Brüssel. Die EU-Wettbewerbsbehörden haben am Mittwoch Geldbußen von 169 Millionen Euro gegen Speditionsunternehmen verhängt, die in vier verschiedenen Kartellen Preise für Luftfrachtdienste abgesprochen haben. Unter den bestraften Firmen ist auch die Deutsche Bahn-Tochter Schenker. Sie muß 23,1 Millionen Euro bezahlen. Der Deutschen Post und ihren Tochtergesellschaften DHL und Exel wurde die Buße nach der Kronzeugenregelung komplett erlassen, weil sie die Kartelle hatten auffliegen lassen. Das höchste Bußgeld wurde gegen den Schweizer Logistikkonzern Kühne & Nagel verhängt, 53,7 Millionen Euro. Insgesamt hatten sich 14 internationale Unternehmensgruppen an den Kartellen beteiligt und von 2002 bis 2007 Preise und andere Handelsbedingungen für internationale Luftfrachtdienste abgesprochen, insbesondere für Verbindungen zwischen Europa und den USA, China und Hongkong.
(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.03.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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