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Katastrophe Walser

Der nobelpreislose bundesdeutsche Großschriftsteller Martin Walser würde seinen 85. Geburtstag am 24. März lieber nicht feiern: »Wie soll ich etwas feiern, das eine Katastrophe ist?« fragt er im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Samstagausgabe). Allgemein gelte: Auch wenn er immer recht gehabt habe, so störe ihn doch das »Reizklima des Rechthabenmüssens« in der Gesellschaft: »Es ist mir allmählich mal auf die Nerven gegangen, immer recht haben zu müssen«, sagt er. Und fein zufällig hat er zu diesem Thema auch ein neues Buch vorgelegt. Seinen Geburtstag jedenfalls feiert er in seiner Heimatstadt Überlingen am Bodensee – mit »ein paar Leuten, die sonst nicht kommen«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2012, Seite 12, Feuilleton

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