-
24.03.2012
- → Feuilleton
Anständig bezahlen
Die herrschende Klasse sorgt sich um die Finanzen der Bundeskanzlerin. »Die wichtigsten Verantwortungsträger unserer Republik müssen anständig bezahlt werden. 500000 bis 600000 Euro für die Kanzlerin wären eine solche Größenordnung«, sagte der Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertages Heinrich Driftmann der FAZ. Warum eigentlich? »Wer so viel arbeiten muß, wer Privates und Persönliches über lange Zeit so hintanstellen muß, der muß dafür auch gut entgolten werden«. Wie zum Beispiel VW-Chef Martin Winterkorn, der bekommt 17 Millionen Euro pro Jahr, aber »die Frage nach der Gerechtigkeit ist schwer zu beantworten«, sagt Driftmann, Chef des Familienunternehmens »Kölln-Flocken«. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton