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CSU-Stiftung berät bei Verfassung

München/Tunis. Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung nutzt ihre vielfältigen Kontakte in den nordafrikanischen Raum: Bei der Erstellung einer neuen Verfassung für Tunesien »berät« die deutsche Organisation die islamistische Ennahda-Partei, die die Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung im Oktober 2011 gewonnen hatte. Der stellvertretende Vorsitzende Alois Glück traf während eines dreitägigen Besuchs in der vergangenen Woche mit dem Ennahda-Vorsitzenden Rached Ghannouchi zusammen. Die Stiftung will nach eigenen Angaben vom Donnerstag »zum Gelingen eines historischen Kompromisses« in Tunesien beitragen, da »weder ein rein laizistisches Staatswesen noch ein islamisch-theokratisch dominierter Staat dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung entsprechen« würde. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2012, Seite 5, Inland

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