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Spanien stutzt Staatssektor

Madrid. Spanien streicht seinen Staatssektor zusammen. Noch am Freitag wollte die konservative Regierung die Schließung von 27 Staatsunternehmen in die Wege leiten. Zudem will der klamme EU-Staat sein Engagement in acht weiteren Firmen zurückfahren, die Abwicklung von 14 Unternehmen vorbereiten und 35 staatliche Minderheitsbeteiligungen abstoßen. Ministerpräsident Mariano Rajoy begründet das Privatisierungsprogramm damit, das Haushaltsdefizit zu reduzieren. Im vergangenen Jahr hat sich der gesamte Schuldenstand nach Angaben der Notenbank von 61,2 auf 68,5 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöht.

Spanien hat der EU-Kommission zugesagt, seine jährliche Neuverschuldung bis Ende 2013 von 8,5 auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu verringern. Dazu muß Rajoy in den nächsten zwei Jahren rund 60 Milliarden Euro einsparen. (Reuers/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.03.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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