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Gott sind die anderen

Psychologen der Berliner Humboldt-Uni (HU) und der University of Southampton haben erforscht, ob Gottesglaube glücklich macht. Die Auswertung von mehr als 200000 Datensätzen einer Partnervermittlung ergab: In Ländern wie der Türkei, Polen oder Rußland, in denen Religiosität weit verbreitet ist, haben Gläubige ein stärkeres Selbstwertgefühl und ein höheres psychisches Wohlbefinden als Atheisten. In Ländern, in denen Religiosität keine große Rolle spielt, wie beispielsweise Schweden, Deutschland und Frankreich, unterscheidet die Gläubigen fast nichts von den Nichtgläubigen – die positiven Effekte von Religiosität bleiben aus. »Möglicherweise entsteht der positive Effekt des Glaubens auf unsere Gesundheit durch die Wertschätzung, die man als religiöser Mensch von seiner sozialen Umwelt erfährt«, erklärte Jochen Gebauer, Koautor der Studie von der HU. »Dieser Effekt bleibt natürlich aus, wenn Religiosität in der jeweiligen Gesellschaft keine besondere Bedeutung hat.« Die Studie wurde vom Fachjournal Psychological Science zur Veröffentlichung akzeptiert.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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