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Commerzbank vor Verstaatlichung?

Berlin. Die Bundesregierung schließt einem Magazinbericht zufolge eine Verstaatlichung der angeschlagenen Commerzbank nicht mehr aus. Wenn es das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut nicht schaffe, sich bis zum nächsten Sommer genug Kapital zu beschaffen, werde das Kabinett den Bankenrettungsfonds Soffin reaktivieren und weitere Aktien des Finanzkonzerns übernehmen, berichtete der Spiegel am Sonntag unter Berufung auf Regierungskreise. Man gehe davon aus, daß dem Bund bei einer Kapitalerhöhung die Mehrheit der Anteile zufallen würde. Die Bundesregierung lehne es aber ab, lediglich die angeschlagene Tochter Eurohypo zu übernehmen. Der Commerzbank fehlen bis zu fünf Milliarden Euro, um bis Mitte 2012 die erhöhten Anforderungen der EU-Bankenaufsicht EBA zu erfüllen. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.12.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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