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02.12.2011
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Bundesanwalt verdächtigt Iran
Karlsruhe. Deutsche Sicherheitsbehörden verdächtigen den Iran, für den Fall eines US-Angriffs Anschläge auf amerikanische Militärflugplätze in Deutschland zu planen. Generalbundesanwalt Harald Range bestätigte am Donnerstag in Karlsruhe ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Eine unmittelbare Gefahr bestehe allerdings nicht, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke.
Bild hatte berichtet, der Iran wolle mit den Anschlägen Nachschub und Logistik der Amerikaner lahmlegen. Die Bundesanwaltschaft ermittle in diesem Zusammenhang wegen des Verdachtes der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken gegen einen deutschen Geschäftsmann, der konspirativen Kontakt mit der iranischen Botschaft in Berlin gepflegt haben soll. Am 2. November sei deshalb eine Hausdurchsuchung angeordnet worden. »Dazu kann ich bestätigen, daß wir ein Verfahren führen, und daß wir dort auch operative Maßnahmen beantragt haben und beabsichtigen auch durchzuführen«, sagte Range. Details nannte er nicht.
Die USA betreiben in Ramstein in der Pfalz einen ihrer größten Militärstützpunkte weltweit, über den wesentliche Teile des Nachschubs und der Logistik für die Kriege in Afghanistan und im Irak abgewickelt werden.
(Reuters/jW)
Bild hatte berichtet, der Iran wolle mit den Anschlägen Nachschub und Logistik der Amerikaner lahmlegen. Die Bundesanwaltschaft ermittle in diesem Zusammenhang wegen des Verdachtes der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken gegen einen deutschen Geschäftsmann, der konspirativen Kontakt mit der iranischen Botschaft in Berlin gepflegt haben soll. Am 2. November sei deshalb eine Hausdurchsuchung angeordnet worden. »Dazu kann ich bestätigen, daß wir ein Verfahren führen, und daß wir dort auch operative Maßnahmen beantragt haben und beabsichtigen auch durchzuführen«, sagte Range. Details nannte er nicht.
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Die USA betreiben in Ramstein in der Pfalz einen ihrer größten Militärstützpunkte weltweit, über den wesentliche Teile des Nachschubs und der Logistik für die Kriege in Afghanistan und im Irak abgewickelt werden.
(Reuters/jW)
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