-
28.11.2011
- → Ausland
Militärchef warnt »Störenfriede«
Kairo. Vor der am heutigen Montag beginnenden Parlamentswahl in Ägypten hat der Vorsitzende des regierenden Militärrats, Feldmarschall Hussein Tanatawi, vor »sehr ernsten Konsequenzen« gewarnt, sollte die politische Krise im Land anhalten. »Wir werden nicht erlauben, daß Störenfriede die Wahl stören«, sagte Tantawi am Sonntag der amtlichen ägyptischen Nachrichtenagentur MENA. Gleichzeitig versammelten sich abermals Tausende Demonstranten zu einer Massenkundgebung gegen den Militärrat in Kairo. Vertreter von 24 Jugendorganisationen, die die Proteste organisiert hatten, kündigten an, erst den Tahrir-Platz zu verlassen, wenn die Macht der Generäle an eine Regierung der »nationalen Rettung« unter Führung des Friedensnobelpreisträgers und Präsidentschaftsanwärters Mohammed ElBaradei übergeben worden sei. 40 Menschen wurden bei der Gewalt im Land getötet. (dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
