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Frauenhäuser: Mehr Geld gefordert

Bremen. Das Landesparlament von Bremen hat Ende vergangener Woche eine Überprüfung der Frauenhausfinanzierung beschlossen. Claudia Bernhard, frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, forderte den Senat auf zu ermitteln, ob die Ausstattung der Einrichtungen ausreicht, um »allen Betroffenen wirksam zu helfen«. Es könne »nicht angehen, daß Frauen Schulden machen müssen, weil niemand die Kosten für ihren Aufenthalt übernimmt«. Zugleich werde die Existenz von Häusern gefährdet, weil sie auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben. Seit 2001 müssen die Schutzsuchenden die Übernahme der Kosten für das Wohnen im Frauenhaus beim Jobcenter beantragen. Für Studentinnen, Auszubildende, volljährige Schülerinnen oder Migrantinnen mit unklarem Aufenthaltsstatus wird nichts gezahlt. Nur Berlin und Hamburg haben die vorher übliche direkte Finanzierung der Häuser beibehalten. In Bremen hat Die Linke beantragt, sofort eine ergänzende institutionelle Förderung einzuführen.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.11.2011, Seite 15, Feminismus

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