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Vier Prozent ­Lohnverlust

Berlin. Die Löhne in Deutschland sanken zwischen 2000 und 2010 real um rund vier Prozent. Das geht aus einer am Mittwoch vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Der Rückgang entspricht einem durchschnittlichen Einkommensverlust von rund 100 Euro pro Monat. Grund für das Minus ist vor allem die Zunahme von Teilzeitarbeit. Während Arbeitnehmer mit hohen Gehältern noch leichte Zuwächse verzeichneten, verbuchte die untere der Hälfte der Beschäftigten ein Minus von bis zu 20 Prozent. Das monatliche reale Nettoerwerbseinkommen, also nach Steuern und Sozialabgaben, sank insgesamt um knapp zwei Prozent. Diese Entwicklung könne nicht auf Veränderungen in der Beschäftigungsstruktur zurückgeführt werden. »Bestimmend war vielmehr, daß es flächendeckend zu keinen Lohnanhebungen kam«, erklärten die DIW-Forscher.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.11.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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