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Ein-Kind-Politik gegen Mädchen

Schanghai. Um das Bevölkerungswachstum unter Kontrolle zu halten, will China an seiner Ein-Kind-Politik festhalten. Ohne sie würden in China schon jetzt rund 1,7 Milliarden Menschen leben, sagte der Direktor der staatlichen Bevölkerungs- und Familienplanungskommission, Li Bin, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua vom Sonntag. Derzeit hat China mehr als 1,3 Milliarden Einwohner.

Die südchinesische Provinz Guangdong hatte die Regierung in Peking im Juli um eine Lockerung der Regelung gebeten, wonach chinesische Paare nur ein Kind haben dürfen. Der Leiter der regionalen Familienplanungskommission erklärte nun, mit einer Änderung sei in den kommenden fünf Jahren nicht zu rechnen.


Kritiker machen die Regelung für die Überalterung der chinesischen Gesellschaft verantwortlich, welche das Land vor große wirtschaftliche und soziale Probleme stellt. So müssen sich Einzelkinder als Erwachsene häufig allein sowohl um ihre Eltern als auch um zwei Großelternpaare kümmern. Darüber hinaus habe die Ein-Kind-Politik zur massenhaften Abtreibung weiblicher Föten und dazu geführt, daß neugeborene Mädchen häufig ausgesetzt werden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2011, Seite 15, Feminismus

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