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Leichtathletik: Reicher Kläger

Frankfurt/Main. Am heutigen Donnerstag beginnt in Frankfurt/Main der erste Prozeß, in dem ein Athlet den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wegen Nichtnominierung für Olympia auf Schadenersatz verklagt. Der frühere Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek verlangt nicht weniger als 120000 Euro, die ihm 2008 durch die verwehrte Teilnahme an den Sommerspielen in Peking in Form von Sponsorengeldern verloren gegangen seien. Friedek (heute 40) argumentiert, er habe, wie in den Nominierungsrichtlinien verlangt, die doppelt geforderte Olympianorm von 17,00 am 25. Juni 2008 im niederrheinischen Wesel mit Sprüngen auf 17,04 und 17,00 zweimal erreicht. Der DLV pochte jedoch ebenso wie der DOSB auf Erfüllung bei zwei Veranstaltungen, was aus den Nominierungsrichtlinien jedoch nicht eindeutig hervorging.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2011, Seite 16, Sport

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