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Gedenkstätte in Esterwegen eröffnet

Esterwegen. Im Beisein von Überlebenden und deren Angehörigen ist am Montag im ehemaligen Konzentrationslager Esterwegen die zentrale Gedenkstätte der 15 Emslandlager eröffnet worden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bezeichnete die Gedenkstätte samt Ausstellung als »würdigen und zugleich informativen Ort«. Von der ursprünglichen Bebauung des von den Nazis als Konzentrationslager genutzten Geländes ist kaum noch etwas zu sehen. Anstelle der Baracken wurden Bäume gepflanzt, Fundamente von Mauern und Wachtürmen teilweise freigelegt oder durch wuchtige Stahlelemente nachempfunden. Zwischen August 1933 und Mai 1945 saßen in den Emslandlagern 260000 Häftlinge der NS-Diktatur, darunter Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky. Vermutlich kamen dort mehr als 25000 Menschen ums Leben, genaue Zahlen gibt es nicht. Im Lager Esterwegen, in dem die Häftlinge zur Moortrockenlegung gezwungen wurden, entstand das bekannte Widerstandslied »Die Moorsoldaten«. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2011, Seite 15, Antifaschismus

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