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Handel und ver.di wollen Mindestlohn

Berlin. Der Einzelhandel in Deutschland und die Gewerkschaft ver.di wollen über einen tariflichen Mindestlohn für alle etwa 2,9 Millionen Beschäftigten der Branche verhandeln. Ver.di begrüßte am Dienstag einen entsprechenden Vorschlag des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Die Gewerkschaft halte Verhandlungen für sinnvoll, bleibe aber gleichzeitig bei ihrem politischen Ziel, einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn durchzusetzen. Branchenübliche Mindestlöhne seien ein Schritt auf diesem Weg, den existentiellen Bedürfnissen der Beschäftigten im Einzelhandel entgegenzukommen. »Dumpinglöhne in einer der zentralen Dienstleistungsbranchen in Deutschland sind nicht länger hinnehmbar«, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Der HDE strebt einen Branchentarifvertrag an, der dann vom Bundesarbeitsministerium auf Antrag der Tarifpartner für allgemeinverbindlich erklärt werden müßte. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.10.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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