Zum Inhalt der Seite

Hessische SPD kürt Schäfer-Gümbel

Kassel. Zweieinhalb Jahre vor der nächsten Landtagswahl hat die hessische SPD am Wochenende Thorsten Schäfer-Gümbel zum Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten ausgerufen. Ein Parteitag in Kassel wählte den 42 Jahre alten Landes- und Fraktionsvorsitzenden am Samstag mit 94,6 Prozent der Stimment zum Herausforderer von Regierungschef Volker Bouffier (CDU) bei der Wahl Ende 2013 oder Anfang 2014. Der Kandidat kündigte einen »entschlossenen Kampf« um die politische Führung im Land an. Nach drei Jahren sei die hessische SPD wieder auf der Höhe der Zeit und die innovativste Kraft im Landtag. Schäfer-Gümbel verwies auf die Affären bei Polizei und Steuerfahndern sowie den Verdacht unkorrekter Auftragsvergabe an CDU-Mitglieder und sagte, Schwarz-Gelb habe Hessen zum »Skandalland Nummer eins« gemacht. Schäfer-Gümbel attackierte aber auch die Grünen. Nur mir »Sonnenblumenromantik« könne keine zukunftsfähige Politik gemacht werden. Die SPD stehe zur Automobilwirtschaft und zum Ausbau des Frankfurter Flughafens und deren Bedeutung für die Arbeitsplätze. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!