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Hier spricht der Frieden

Der diesjährige Preisträger des Osnabrücker Friedenspreises, Tahar Ben Jelloun, fällt ein zwiespältiges Urteil über den Einfluß Europas auf den arabischen Frühling. Als wichtigen Beitrag bezeichnete der französische Schriftsteller mit marokkanischen Wurzeln am Donnerstag in Osnabrück den Geist der europäischen Demokratie, den junge Auswanderer in ihre arabischen Heimatländer zurückbrächten. Nunja. Das NATO-Bombardement in Libyen bezeichnete er als notwendig und nützlich. Andererseits räumt er ein, daß europäische Regierungen zuvor »auf schamlose Weise« mit den arabischen Diktatoren zusammengearbeitet hätten. Nun versuchten sich Staaten wie Frankreich und Italien, von ihrer Vergangenheit reinzuwaschen – um sich ein paar neue Diktatoren zu modulieren? (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2011, Seite 12, Feuilleton

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