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Stromeinspeisung muß flexibler werden

Energieagentur startet Untersuchung zum Ausbau der dezentralen Netze

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) will in einer Studie untersuchen, wie die Stromverteilnetze in Deutschland bis 2015, 2020 und 2030 ausgebaut und weiterentwickelt werden müssen. »Die Anforderungen an die Verteilnetze ändern sich grundlegend«, sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, am Donnerstag in Berlin. Der dezentral erzeugte Strom werde immer häufiger den regionalen Bedarf übersteigen. Für diese Einspeisung seien die Netze auf den mittleren und niederen Spannungsebenen nicht ausgelegt, so Kohler und weiter: »Gefragt ist ein strategisches Modernisierungs- und Innovationskonzept mit konkreten Empfehlungen für die Weiterentwicklung der energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die dena-Verteilnetzstudie wird dafür den Grundstein legen.«

Im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der zunehmenden dezentralen Stromerzeugung werden die Verteilnetze noch sehr viel stärker als heute schon Strom aus Solar- und Windkraftanlagen sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aufnehmen müssen. Die Verteilnetze in Deutschland haben eine Länge von insgesamt über 1,6 Millionen Kilometern und dienen bisher vor allem dazu, Strom zu den Endverbrauchern zu leiten.(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.09.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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