-
09.08.2011
- → Feuilleton
Offene Kisten
Erfolge der türkischen Polizei im Kampf gegen Diebe antiker Kunstschätze lassen die Lagerräume einiger Museen des Landes aus den Nähten platzen. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 68000 solcher Kunstgegenstände sichergestellt, berichtete die Zeitung Radikal am Montag. Fast 5000 Verdächtige wurden festgenommen. Allein im Archäologischen Museum von Istanbul lagerten zur Zeit 25000 antike Fundsachen. Die Kunstwerke könnten erst nach dem Ende der Gerichtsverfahren an die Eigentümer zurückgegeben oder auf die Museen verteilt werden, schrieb Radikal. Sie müßten wegen ihrer großen Zahl bereits in offenen Kisten gelagert werden– ohne die notwendigen Schutzmaßnahmen. Die Behörden gehen seit einigen Jahren verstärkt gegen den illegalen Handel mit Kunst aus dem hethitischen, griechischen, römischen und byzantinischen Erbe vor. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton