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Staat behält Gäfgens Entschädigung ein

Frankfurt/Main. Der Kindsmörder Magnus Gäfgen bekommt die ihm wegen Folterdrohungen im Polizeiverhör zuerkannten 3000 Euro Entschädigung vom Land Hessen nicht ausbezahlt. Das Geld fließe in die Staatskasse, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag. Gäfgen habe aus dem Mordprozeß noch 71000 Euro Schulden bei der Justizkasse. Hinzu kämen die Kosten des aktuellen Verfahrens. Außerdem sei das Entschädigungsurteil noch nicht rechtskräftig (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2011, Seite 2, Inland

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