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Betrugsanzeige ­gegen Ergo-Gruppe

Düsseldorf. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat die seit Monaten in der Kritik stehende Versicherungsgruppe Ergo angezeigt. Die Anzeige laute auf den »Verdacht des Betruges durch Ergo-Versicherungsvermittler sowie des Betruges durch die Mitarbeiter des Ergo-Konzerns«, zitierte das Handelsblatt vom Freitag aus der Anzeige. Demnach schloß der Versicherungskonzern mit Unternehmen günstige Kollektivverträge zur betrieblichen Altersvorsorge ab, Vertreter hätten deren Angestellten dann aber trotzdem teurere Einzelverträge zu den normalen Konditionen verkauft. »Wir befürchten, daß wir bisher nur die Spitze des Eisberges sehen«, sagte vzbv-Chef Gerd Billen der Zeitung. Die Staatsanwaltschaft soll nun nach dem Willen der Verbraucherschützer überprüfen, wie viele Geschädigte es gibt und wie dies zu ahnden ist. »Die Versicherten, aber auch die Unternehmen wurden hier klar getäuscht und geschädigt«, sagte Billen: »Dafür müssen die handelnden Vermittler und die Verantwortlichen bei Ergo geradestehen.« Ergo-Chef Torsten Oletzky hat bereits eine »Transparenzoffensive« angekündigt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2011, Seite 4, Inland

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