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05.08.2011
- → Feminismus
USA: Pille bald auf Krankenschein
Washington. In den USA wird es Verhütungspillen demnächst auf Krankenschein geben. Dies berichtete am Donnerstag das Onlineportal diestandard.at. Das Gesundheitsministerium hat die Krankenversicherungen laut Bericht am Montag dazu verpflichtet, Neuversicherten ab 2012 die Kosten für Verhütungsmittel abzunehmen. Darunter fällt auch die »Pille danach«. Damit wird die bislang gängige Praxis der Versicherer, Verhütungsmittel in Rechnung zu stellen, unterbunden.
Die demokratische Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius bezeichnete den Entscheid als »historisch«. Widerstand kam im Vorfeld und nach der Entscheidung von Konservativen wie religösen Gruppen. Nach einer Intervention der katholischen Bischofskonferenz der USA wurde in der Neuregelung ein Zusatz eingebaut, der es religiösen Organisationen ermöglicht, ihre Mitarbeiterinnen von der Gratisverhütung auszuschließen. Fortschrittliche Katholikinnen und Katholiken wie die »Catholics for Choice« kritisieren dieses Zugeständnis. Tausende Frauen würden dadurch von der Neuerung ausgeschlossen. Die gynäkologisch-geburtshilfliche Fachgesellschaft ACOG begrüßte die Entscheidung und erklärte, besserer Zugang zur Verhütung bedeute weniger Abtreibungen, weniger Teeniemütter und weniger ungewollte Kinder.
Neben der Verhütung müssen die Versicherer nach der Regierungsanweisung weitere präventive Leistungen übernehmen, darunter Beratung bei HIV/AIDS. (jW)
Die demokratische Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius bezeichnete den Entscheid als »historisch«. Widerstand kam im Vorfeld und nach der Entscheidung von Konservativen wie religösen Gruppen. Nach einer Intervention der katholischen Bischofskonferenz der USA wurde in der Neuregelung ein Zusatz eingebaut, der es religiösen Organisationen ermöglicht, ihre Mitarbeiterinnen von der Gratisverhütung auszuschließen. Fortschrittliche Katholikinnen und Katholiken wie die »Catholics for Choice« kritisieren dieses Zugeständnis. Tausende Frauen würden dadurch von der Neuerung ausgeschlossen. Die gynäkologisch-geburtshilfliche Fachgesellschaft ACOG begrüßte die Entscheidung und erklärte, besserer Zugang zur Verhütung bedeute weniger Abtreibungen, weniger Teeniemütter und weniger ungewollte Kinder.
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Neben der Verhütung müssen die Versicherer nach der Regierungsanweisung weitere präventive Leistungen übernehmen, darunter Beratung bei HIV/AIDS. (jW)
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