-
04.08.2011
- → Feuilleton
Homogene Entspanntheit
Im 1 800-Einwohner-Dörfchen Wacken beginnt heute mal wieder das nach Angaben der Veranstalter »größte Metal-Festival der Welt«. Die 75000 Tickets sind seit einem halben Jahr vergriffen. Bis Sonntag treten Legenden wie Ozzy Osbourne, Motörhead oder Judas Priest auf. Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg erklärte vorab: »Das ist eine entspannte Veranstaltung für alle.« Es habe in den vergangenen Jahren wohl wegen der Homogenität des Publikums keine größere Schlägerei gegeben. »Das Geheimnis liegt wahrscheinlich darin, daß sich hier alle einig sind.« Die 35köpfige Wackener Feuerwehrkapelle, von den Fans respektvoll »W: O: A Firefighters« genannt, wird traditionell ihre Variante des AC/DC-Hits »Highway to Hell« intonieren. Dem 61jährigen Musikzugführer Peter Bornholt macht es »richtig Spaß zu sehen, wie sich die jungen Leute da austoben«. Gegen Heavy Metal hat er inzwischen nichts mehr: »Ich mag das auch mal hören.« (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!