-
04.08.2011
- → Feuilleton
Unverändert auf Hochtouren
Rund zwei Monate nach der Abschaltung der Filmplattform kino.to »laufen die Ermittlungen auf Hochtouren«, wie eine Sprecherin der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch sagte. Derzeit seien die Kollegen mit der Auswertung von Beweismitteln beschäftigt. Daran beteiligten sich sowohl Landeskriminalämter als auch die Bundesbehörde und externe Sachverständige. Von den anfangs zwölf festgenommenen Beschuldigten sitzen demnach noch zehn Personen in Untersuchungshaft. Aufgrund von Verdunklungs- und Fluchtgefahr werde sich daran vorerst nichts ändern. Insgesamt wird gegen 21 Kino.to-Betreiber ermittelt. Ihnen wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen in mehr als einer Million Fällen vorgeworfen. Zudem laufen Ermittlungen wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Die vor gut drei Wochen eingerichtete Nachfolgerseite Kinox.to bleibt zunächst aktiv. Derzeit prüfen die Ermittler, ob es einen Zusammenhang zur Ursprungsseite der Filmpiraten gibt, oder ob ein Trittbrettfahrer das Angebot ins Netz gestellt hat. Die Polizei war Anfang Juni bundesweit gegen die Kino.to-Betreiber vorgegangen. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton