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Schlichtung von GDL geprüft

Frankfurt/Main. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) prüft derzeit den Vorschlag einiger Unternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) für eine Schlichtung in dem seit Monaten schwelenden Tarifkonflikt. Derartige Gespräche seien nur zweckmäßig, wenn die großen Anteilseigner der DB-Konkurrenten wie Veolia, Netinera und Benex mit am Tisch säßen, erklärte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Dienstag abend in Frankfurt am Main. Es mache keinen Sinn, mit nicht entscheidungsbefugten Geschäftsführungen zu reden, wenn die Anteilseigner bereits erzielte Kompromisse nachträglich torpedierten. Die GDL verlangt bei allen Unternehmen inhaltsgleiche Rahmenregelungen für Lokführer, um den Wettbewerb im SPNV über die Lohnkosten zu beenden, so wie einen Tarifvertrag zum sozialen Schutz bei Betreiberwechsel und Berufsunfähigkeit. Eine Beendigung des Konflikts durch den Abschluß von Haustarifverträgen ohne Rahmenvereinbarung schließt die GDL aus. Ihre Streiks bei der ODEG und der Hohenzollerischen Landesbahn AG hat die GDL am Mittwoch fortgesetzt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2011, Seite 4, Inland

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