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GDL bestreikt ODEG, HEX und metronom

Berlin. Bei der Ostdeutschen Eisenbahn Gesellschaft (ODEG) wird seit Sonntag mittag wieder gestreikt. Der Ausstand werde auf unbestimmte Zeit ausgerufen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Die Gewerkschaft verlangt von dem Unternehmen die Unterzeichnung eines Rahmentarifvertrages, der mittelfristig die Angleichung der Löhne an das Niveau der Deutschen Bahn garantieren soll, sowie Vereinbarungen zum sozialen Schutz bei Betreiberwechseln nach Ausschreibungen. Bei der ODEG sind die Vergütungen nach GDL-Angaben im Durchschnitt 30 Prozent niedriger als bei der DB. Das Unternehmen hat seit Ende Juni rund 40 Prozent seiner Lokführer ausgesperrt und verkehrt seither auch an Tagen, an denen nicht getreikt wird, nach einem Notfahrplan.

Bereits am Sonnabend morgen legten die Lokomotivführer beim zum Veolia-Konzern gehörenden Harz-Elbe-Express (HEX) die Arbeit nieder. Erstmals in der laufenden Tarifauseinandersetzung wurden auch Disponenten und Zugbegleiter zu einem befristeten »Sympathiestreik« aufgerufen. Der am Freitag begonnene Ausstand bei metronom in Niedersachsen wurde auch am Wochenende fortgesetzt.
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(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2011, Seite 4, Inland

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