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Kampfpanzer nach Saudi-Arabien

Berlin. Deutschland will einem Spiegel-Bericht zufolge erstmals schwere Kampfpanzer des Typs »Leopard« nach Saudi-Arabien liefern. Der Bundessicherheitsrat habe den Export gebilligt, berichtete das Magazin. Saudi-Arabien habe Interesse an mehr als 200 neuen Panzern des Typs »2A7+«, einer aufgerüsteten Variante des »Leopard 2«, des Standardpanzers der Bundeswehr, schreibt das Blatt. Ein Regierungssprecher nahm am Sonntag in Berlin unter Verweis auf die strikte Geheimhaltung in dem Gremium zu dem Bericht weiter keine Stellung. Hersteller Krauss-Maffei/Wegmann preist den »2A7+« als »Kampfpanzer des 21. Jahrhunderts« an, der auf die neuen Aufgaben der Streitkräfte vorbereitet sei: »Nicht mehr die klare Front des Kalten Krieges, sondern viele lokale Brennpunkte auf dem ganzen Globus zählen zu den Einsatzszenarien moderner Armeen.« Der Rüstungsexperte der Linksfraktion, Jan van Aken, kritisierte den möglichen Waffendeal scharf. »Die schlimmsten Unterdrücker bekommen die tödlichsten deutschen Panzer – das ist Merkels Beitrag zum arabischen Frühling«, erklärte er in Berlin. Die Linke werde zu dem Vorgang eine aktuelle Stunde im Bundestag beantragen. Saudi-Arabien gehöre »zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzern der Region«.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2011, Seite 5, Inland

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