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Draghi will Regeln für Finanzkonzerne

Brüssel. Der Kandidat für den Posten des Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat den Aufbau eines EU-weiten einheitlichen Krisenmechanismus für Großbanken gefordert. Das System müsse repariert werden, sagte der italienische Notenbankchef am Montag auf einer Finanzkonferenz in Brüssel. Für die Zukunft müsse sichergestellt werden, daß bei einem Scheitern von systemrelevanten Instituten »eher die Aktionäre und Kreditgeber die Kosten tragen, und nicht die Steuerzahler«. Derzeit gibt es innerhalb der EU unterschiedliche Regeln. So ist in Deutschland seit Ende vergangenen Jahres ein Restrukturierungsgesetz für Banken in Kraft, das auch eine geordnete Abwicklung von Kreditinstituten vorsieht. Andere Länder sind noch nicht so weit. Draghi gilt als großer Favorit für die Nachfolge von EZB-Chef Jean-Claude Trichet.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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