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Gewerkschaft warnt vor Niedriglöhnen

Berlin. Die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ sieht mit der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Zuwanderer aus den neuen EU-Staaten die Mindestlöhne in Gefahr. Durch Beschäftigte aus Osteuropa sei eine »Niedriglohnspirale« zu befürchten, erklärte BDZ-Chef Klaus Leprich am Donnerstag in Berlin. Besonders gefährdet seien die Bereiche Pflege und Zeitarbeit. Erschwerend käme hinzu, daß der Arbeitsbereich »Finanzkontrolle Schwarzarbeit« des Zolls, der auch für die Überwachung der Einhaltung von Mindestlöhnen zuständig ist, aufgrund chronischen Personalsmangels keine ausreichenden Kontrollen durchführen könne. Unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung warnt die Gewerkschaft, bereits im vergangenen Jahr seien allein in der Baubranche bei jeder fünften Kontrolle Verstöße gegen die Mindestlohnregelungen festgestellt worden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2011, Seite 1, Inland

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