-
11.03.2011
- → Inland
Koalition verschärft Ausländerrecht
Berlin. CDU/CSU und FDP wollen das Ausländerrecht
verschärfen, um Zuwanderer zum Deutschlernen zu zwingen. Dies
geht aus einem Änderungsantrag der innenpolitischen Sprecher
von Union und FDP, Hans-Peter Uhl und Gisela Piltz, zu einem
Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums hervor, wie die
Süddeutsche Zeitung (Donnerstagausgabe) berichtet. Demnach
sollen neu Zugewanderte nur eine »auf höchstens ein
Jahr« befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten, bis sie den
Sprachtest in einem Integrationskurs bestanden haben. Neuzuwanderer
müssen bereits jetzt einen solchen Kurs besuchen, allerdings
reicht eine regelmäßige Teilnahme am Unterricht. Die
migrationspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sevim
Dagdelen, kritisierte die Pläne scharf. Den Aufenthalt von
Sprachkenntnissen abhängig zu machen, sei »vollkommen
inakzeptabel«. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland