Zum Inhalt der Seite

EU: Resolution zu Ungarns Mediengesetz

Strasbourg. Die Europaparlamentarier fordern weitere Änderungen am ungarischen Mediengesetz. In einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution sprachen sich 316 Parlamentarier für eine erneute Überprüfung der Gesetzgebung aus und forderten die EU-Kommission auf, sich des Themas Medienfreiheit verstärkt anzunehmen. Grundlage der Überprüfung sollten Anregung und Einschätzungen von Institutionen wie der OSZE, dem Europarat und dem Europaparlament sein, die teilweise massive Kritik geäußert hatten. Die Unabhängigkeit der Medien müsse wieder hergestellt, die Einmischung des Staates in die Freiheit der Meinungsäußerung und die ausgewogene Berichterstattung eingestellt werden, heißt es in dem Entschließungsantrag, der von Sozialdemokraten, Liberalen, Grünen und den Linken eingebracht worden war.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.03.2011, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!