Zum Inhalt der Seite

Demjanjuk-Prozeß: Noch kein Plädoyer

München. Die Plädoyers im Kriegsverbrecherprozeß gegen den angeklagten Iwan »John« Demjanjuk verzögern sich weiter. Da die Verteidigung zuletzt mehr als 150 Anträge verlesen habe, habe die Beweisaufnahme noch nicht abgeschlossen werden können, erklärte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel am Donnerstag in München. Auch für die nächste Sitzung am 1. März habe Demjanjuks Anwalt weitere Anträge angekündigt. Derzeit könne nicht vor dem 2. März mit dem Schluß der Beweisaufnahme gerechnet werden, erklärte Nötzel. »Wenn möglich« solle dann mit den Plädoyers begonnen werden. (dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2011, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!