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G20: Frankreich setzt auf Planwirtschaft

Paris. Frankreichs Regierung setzt wieder einmal auf planwirtschaftlichen Aktionismus, der wenig Chancen hat, Realität zu werden: Als Gastgeber des G-20-Gipfels will Paris erste Zeichen zum Abbau der weltweiten Wirtschaftsdisproportionen setzen. »Es wäre schon ein großer Schritt nach vorne, wenn wir uns prinzipiell auf die Elemente einigen könnten, mit denen sich die Ungleichgewichte messen lassen«, sagte Finanz- und Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Donnerstag in Paris. Dort beginnt am Freitag abend das Gipfeltreffen der 20 größten Industrie- und Schwellenländer.

Dem Vernehmen nach geht es um Leistungsbilanzsalden, die Entwicklung der realen Wechselkurse, die Schuldensituation der Staaten, die private Sparquote und die Währungsreserven. Jedwede Regulierung der Leistungsbilanzsalden gilt unter den meisten Ökonomen als kaum machbar, da sie faktisch eine Kontrolle der kapitalistischen Konkurrenz bedeuten würden. Zu den G20 gehören neben den G-8-Mitgliedern wichtige Schwellenländer wie Brasilien oder Indien, vor allem aber die Weltindustriemacht China. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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