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Die Linke will mehr Einbürgerungen

Berlin. Die Linke im Bundestag kritisiert die sinkende Zahl der Einbürgerungen und verlangt ein Umsteuern in der Integrationspolitik. Die Einbürgerungszahl werde 2010 mit vermutlich nur noch etwa 80000 noch einmal deutlich unter den Tiefstständen der Jahre zuvor liegen, erklärte die migrationspolitische Sprecherin Sevim Dagdelen am Sonntag in Berlin. 2009 gab es demnach noch 96121 Einbürgerungen, 2000 waren es noch 186688. Die Abgeordnete kritisierte, alles »Gerede« der Koalition von Integration entlarve sich als hohl. Statt einer »Ausgrenzungskultur« brauche Deutschland umfassende Erleichterungen für Einbürgerungswillige. Als Beispiele nannte sie die Senkung der Gebühren auf einen symbolischen Betrag, die Abschaffung des Einbürgerungstests sowie Senkung der Anforderungen bei nachzuweisenden Sprachkenntnissen und die generelle Akzeptanz von Mehrstaatlichkeit.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2011, Seite 5, Inland

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