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Bahn AG schlägt »­Runden Tisch« vor

Berlin. Angesichts des drohenden Scheiterns der Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag hat die Deutsche Bahn der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen »Runden Tisch« vorgeschlagen. Daran sollten außer dem bundeseigenen Konzern auch deren große private Konkurrenten im Güter- und Nahverkehr teilnehmen, um »die anstehenden Fragen in sachlicher Atmosphäre zu beantworten«, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Brief von Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber an den GDL-Vorsitzenden, Claus Weselsky. Die GDL verlangt einen Spartentarifvertrag für alle in Deutschland tätigen Lokführer auf dem Niveau der DB. Nachdem die privaten Betreiber des Schienennahverkehrs entsprechende Verhandlungen unter Hinweis auf einen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft abgeschlossenen Spartentarifvertrag abgebrochen haben, will die GDL am Donnerstag über Streiks beschließen. Auch die Gespräche mit der Bahn AG über Lohnsteigerungen sind ins Stocken geraten. Eine vorerst letzte Verhandlungsrunde war bei Redaktionsschluß noch nicht beendet. In der GDL sind rund drei Viertel aller Lokführer organisiert.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.02.2011, Seite 1, Inland

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