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Unterm Hammer

Das Kunsthaus Tacheles in Berlin-Mitte wird am 4.April zwangsversteigert. Die Auktion finde im Gebäude des Amtsgerichts Mitte statt, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Künstler und Unterstützer des Tacheles hatten in der Vergangenheit immer wieder öffentlich gegen eine Zwangsräumung protestiert. Sie fordern, der öffentliche Kunstraum in Berlins Zentrum müsse erhalten werden.

Hintergrund der jahrelangen Auseinandersetzungen um das denkmalgeschützte Tacheles ist die Insolvenz einer Tochtergesellschaft der Fundus-Gruppe, der das Gelände gehörte. Das Immobilienunternehmen Fundus wollte dort ursprünglich Wohn- und Geschäftshäuser um das Kunsthaus herum bauen. Nach der Insolvenz strebte die mehrheitlich den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH Nordbank als Hauptgläubigerin die Zwangsversteigerung an.
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Das über die Grenzen Berlins hinaus bekannte Kunsthaus zieht jährlich über 300000 Besucher an. Die Kaufhausruine war 1990 von einer Künstlerinitiative besetzt worden. Später wurden Mietverträge abgeschlossen, die mittlerweile aber ausgelaufen sind. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2011, Seite 12, Feuilleton

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