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Linke-Chef »völlig entspannt«
Berlin. Die Partei Die Linke will im Superwahljahr 2011 den bisher
ausgebliebenen Aufschwung für die Mehrheit der
Bevölkerung zu ihrem Thema machen. »Momentan droht die
Gefahr, daß der Aufschwung an der Mehrheit vorbeigeht«,
sagte der Parteivorsitzende Klaus Ernst am Montag in Berlin. Selbst
im Aufschwung seien die Reallöhne gesunken. Ernst forderte
erneut einen gesetzlichen Mindeststundenlohn in Höhe von 10
Euro. Die Euro-Krise betreffend, sagte Ernst, es müsse
unterbunden werden, daß sich die Banken Geld zu
Niedrigstzinsen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen
und dann für griechische oder irische Staatsanleihen
Wucherzinsen verlangen dürften. Auf Reporterfragen über
parteiinterne Kritik an ihm und seiner Kovorsitzenden Gesine
Lötzsch versicherte er, man disktutiere »völlig
entspannt«. Der von »Reformern«, namentlich
Parteivize Halina Wawzyniak und Schatzmeister Raju Sharma,
vorgelegte »alternative Programmentwurf« sei kein
Gegenentwurf zum Parteiprogramm, sondern »ein eigener
Entwurf« und völlig legitim, sagte Ernst am Montag
gegenüber junge Welt . (clw)
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