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Gutachter sieht Euro nicht in Krise

Berlin. Der Chef der »Wirtschaftsweisen«, Wolfgang Franz, sieht den Euro nicht in einer Krise. Es gebe lediglich »Krisen in einzelnen Euro-Staaten«, sagte Franz der Welt am Sonntag. Diese seien zurückzuführen auf »finanzpolitisches Fehlverhalten einzelner Länder« oder auf ein »aus den Fugen geratenes Bankensystem wie in Irland«. Die Leistungsbilanz des Euro-Raums sei in etwa ausgeglichen. Angesichts von Forderungen, die Beschäftigten stärker am wirtschaftlichen Aufschwung zu beteiligen, warnte Franz vor zu hohen Gehaltssteigerungen. »Ich halte nichts von gesamtwirtschaftlichen Lohnempfehlungen. Tariflohnabschlüsse sollten die Entwicklung von Produktivität und Absatzpreisen in der jeweiligen Branche zugrunde legen«, sagte Franz. Zudem müsse berücksichtigt werden, daß die Unternehmen in der Krise auf situationsbedingte fällige Lohnkürzungen verzichtet hätten.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.01.2011, Seite 5, Inland

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