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Gutachter sieht Euro nicht in Krise
Berlin. Der Chef der »Wirtschaftsweisen«, Wolfgang
Franz, sieht den Euro nicht in einer Krise. Es gebe lediglich
»Krisen in einzelnen Euro-Staaten«, sagte Franz der
Welt am Sonntag. Diese seien zurückzuführen auf
»finanzpolitisches Fehlverhalten einzelner Länder«
oder auf ein »aus den Fugen geratenes Bankensystem wie in
Irland«. Die Leistungsbilanz des Euro-Raums sei in etwa
ausgeglichen. Angesichts von Forderungen, die Beschäftigten
stärker am wirtschaftlichen Aufschwung zu beteiligen, warnte
Franz vor zu hohen Gehaltssteigerungen. »Ich halte nichts von
gesamtwirtschaftlichen Lohnempfehlungen. Tariflohnabschlüsse
sollten die Entwicklung von Produktivität und Absatzpreisen in
der jeweiligen Branche zugrunde legen«, sagte Franz. Zudem
müsse berücksichtigt werden, daß die Unternehmen in
der Krise auf situationsbedingte fällige Lohnkürzungen
verzichtet hätten.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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