Zum Inhalt der Seite

Bahn sah das Chaos kommen

Berlin. Die Deutsche Bahn hat einem Bericht zufolge schon im Herbst mit den Problemen in diesem Winter gerechnet. Dem Konzern stünden nicht genügend Züge zur Verfügung, um einen normalen Fernverkehr aufrechtzuerhalten, zitierte der Tagesspiegel vom Mittwoch aus einem bislang unveröffentlichten Bericht der Bahn an den Verkehrsausschuß des Bundestages. In dem am 29.Oktober vorgelegten Dokument mit dem Titel »Prävention Winter 2010/2011« heißt es demnach, die Fernverkehrssparte sei zwar für »normale Bedingungen« gerüstet, für »außergewöhnliche Ereignisse« seien aber »keine weiteren Reserven vorhanden«. Neun Prozent der ICE-Flotte seien wegen Wartung und Reparaturen nicht verfügbar. Um über einen größeren Fahrzeugpuffer zu verfügen, streiche die Bahn bis März Verbindungen und lasse einige ICEs nur in einfacher statt in doppelter Länge fahren. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2010, Seite 1, Titel

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!