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Neue Klage gegen BBI-Flughafen

Kleinmachnow. Der Planfeststellungsbeschluß für den Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld wird erneut das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigen. Die Kommune Kleinmachnow und deren Wohnungsverwaltungsgesellschaft Gewog haben eine Klage gegen die Genehmigung des BBI beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Bürgermeister Michael Grubert (SPD) sagte am Montag, seine Kommune habe durch eine Anwaltskanzlei am 24. Dezember Anfechtungsklagen eingereicht. Zugleich seien Anträge auf eine Wiedereinsetzung der früheren Pläne für die BBI-Flugrouten abgegeben worden. Damit schließt sich Kleinmachnow als erste Gemeinde privaten Klägern an, die die von der Deutschen Flugsicherung Anfang September vorgelegten BBI-Flugrouten juristisch anfechten. Diese unterscheiden sich deutlich von jenen, die dem Planfeststellungsbeschluß zugrunde lagen. Wegen des beabsichtigen Parallelbahnbetriebes des künftigen Großflughafens sollen Flugzeuge nicht wie jahrelang angenommen im Geradeausflug starten, sondern auf abknickenden Routen über dichtbesiedelte Gebiete fliegen.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2010, Seite 5, Inland

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