-
28.12.2010
- → Inland
Versicherern fehlen Reserven
Hamburg. Um die relativ hohen Garantiezinsen älterer
Lebensversicherungen bezahlen zu können, sollen die deutschen
Versicherer einem Zeitungsbericht zufolge mehr Geld
zurücklegen. Die Finanzaufsicht BaFin habe die Anbieter
aufgefordert, die Rückstellungen für einen Teil ihrer
Verträge schon 2011 deutlich zu erhöhen, berichtete die
Financial Times Deutschland (Montagausgabe). Grund dafür sind
demnach die anhaltend niedrigen Zinsen, die Versicherer derzeit
für ihre wichtigsten Kapitalanlagen in Anleihen erhalten. Der
Garantiezins legt die Mindestrendite einer
Kapitallebensversicherung fest. Er darf von den Versicherern
nicht unterschritten werden. Ende der 90er Jahre lag dieser
Zinssatz noch bei 4,0 Prozent. Inzwischen ist er bereits auf 2,25
Prozent gesunken. Laut Medienberichten will die Bundesregierung ihn
wegen des Zinstiefs im Laufe des kommenden Jahres weiter auf 1,75
Prozent senken.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland