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Kirchen fordern Diagnostikverbot

Berlin. Vertreter der katholischen Kirche haben ihre Weihnachtspredigten zu Angriffen auf Bestrebungen genutzt, die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) in bestimmten Ausnahmefällen zuzulassen. Geplant ist nach Angaben einer Initiative von Bundestagsabgeordneten aller Parteien, die Untersuchung im Reagenzglas befruchteter menschlicher Eizellen zu erlauben, wenn potentielle Eltern von schweren erblichen Krankheiten in ihrer Familie wissen oder wenn mit einer Fehl- oder Totgeburt zu rechnen ist. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, warnte vor der »Gefahr eines Dammbruchs«. Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck forderte ein generelles gesetzliches Verbot der PID. Auch aus der evangelischen Kirche kamen skeptische Stimmen zu dem Verfahren.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2010, Seite 5, Inland

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