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Videlas Urteil: Lebenslang

Cordoba. Rund drei Jahrzehnte nach dem Ende seiner Militärherrschaft ist der argentinische Exdiktator Jorge Videla wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Córdoba befand den 85jährigen am Mittwoch (Ortszeit) der Folter und Ermordung von Oppositionellen schuldig. Richterin María Elba Martínez sprach bei der Urteilsverkündung von »Staatsterrorismus« während seiner Herrschaft.

Videla hatte 1976 einen Putsch mitangeführt und stand bis 1981 an der Spitze der Militärjunta, die noch bis 1983 in Argentinien herrschte. Während seiner Herrschaft wurden 30000 Menschen ermordet oder verschwanden spurlos. Vor Gericht mußte sich Videla nun für die Hinrichtung von 31 politischen Gefangenen verantworten. Er übernahm in seinem Schlußwort am Dienstag die politische Verantwortung für die Ereignisse während der Diktatur. Er hatte aber stets bestritten, daß es sich dabei um Menschenrechtsverletzungen gehandelt habe und von einem »Krieg gegen die marxistische Subversion« gesprochen.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.12.2010, Seite 6, Ausland

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