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Fußball-Randspalte

Spieler gegen Vereine

Rom. Aller Voraussicht nach werden die Profis der italienischen Serie A am 16. Spieltag (11./12. Dezember) in den Streik treten. Liga-Präsident Maurizio Beretta nannte den geplanten Ausstand am Mittwoch »unverantwortlich« und »unbegründet«. Für den Abend war ein letzter Schlichtungsversuch beim NOK anberaumt. Dessen Präsident Gianni Petrucci meinte angesichts der unnachgiebigen Spielergewerkschaft: »Dieser Streik bezeugt, daß die Spieler die schwierige Wirtschaftssituation in Italien ignorieren und daß ihnen die Zukunft des italienischen Fußballs nicht am Herzen liegt.« Die Profis führen den Arbeitskampf gegen die Vereine, die mit einer neuen Klausel im Kollektivvertrag Spielerverkäufe gegen den Willen der betroffenen Fußballer möglich machen wollen. Außerdem sollen die Spieler dazu gezwungen werden können, sich bei den Klub-Ärzten behandeln zu lassen. Die Gehälter sollen stärker an Erfolge gekoppelt und horrende Strafen für unkorrektes Freizeitverhalten eingeführt werden. Gestrichen werden soll Artikel 7 des alten Kollektivvertrags, nach dem die Mannschaft zusammen trainieren muß. Den letzten Fußballerstreik gab es in Italien im März 1997. Damals ging es u. a. um Pensionen. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.12.2010, Seite 16, Sport

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