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10.11.2010
- → Inland
Castoren sollen nach Rußland rollen
München/Köln. Ein Regierungsabkommen über den
Transport von 18 Castoren aus dem nordrhein-westfälischen
Zwischenlager Ahaus ins russische Atomzentrum Majak im
Südural ist offenbar »unterschriftsreif
verhandelt«. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung
(SZ) am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise. Nach Angaben
des Bundesamtes für Strahlenschutz sollen 951 Brennelemente,
die ursprünglich aus dem DDR-Forschungszentrum Rossendorf
stammen, in die russische Atomanlage gebracht werden.
Umweltschützer und Grüne kritisierten das Vorhaben als
Billigentsorgung auf Kosten der Sicherheit.
Laut SZ gilt eine entsprechende Genehmigung des Bundesamts für Strahlenschutz für den Transport bis April. Eine Deponierung hierzulande sei »wegen des in naher Zukunft nicht verfügbaren Endlagers« keine »gangbare Option«, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag.
In Majak ereignete sich 1957 einer der schwersten Atomunfälle der Menschheitsgeschichte, als eine Kühlanlage explodierte. (dapd/AFP/jW)
Laut SZ gilt eine entsprechende Genehmigung des Bundesamts für Strahlenschutz für den Transport bis April. Eine Deponierung hierzulande sei »wegen des in naher Zukunft nicht verfügbaren Endlagers« keine »gangbare Option«, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag.
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In Majak ereignete sich 1957 einer der schwersten Atomunfälle der Menschheitsgeschichte, als eine Kühlanlage explodierte. (dapd/AFP/jW)
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