Zum Inhalt der Seite

EU erhöht Druck auf WestLB

Brüssel. Nach der geplatzten Fusion mit der BayernLB erhöht die Europäische Kommission den Druck auf die angeschlagene Landesbank WestLB. Die Kommission kündigte am Freitag in Brüssel eine vertiefte Prüfung der Milliardenhilfen der öffentlichen Hand an die Bank an. Nach Einschätzung der Kommission erhielt die WestLB rund 3,4 Milliarden Euro mehr als für die Auslagerung fauler Kredite in eine sogenannte Bad Bank nötig gewesen wäre. Dies wäre ein Verstoß gegen das europäische Wettbewerbsrecht. Die EU-Behörde zeigte sich ferner skeptisch, daß die in Angriff genommene Umstrukturierung der WestLB ihre langfristige Überlebensfähigkeit garantiert. »Die Kommission zweifelt weiterhin an der Rentabilität der Bank«, hieß es in der Erklärung. WestLB-Vorstandschef Dietrich Voigtländer kündigte am Freitag an, weiterhin nach einem Fusionspartner suchen zu wollen. Dabei setze er auch auf die Hilfe des Bundes und der Länder, sagte Voigtländer dem Handelsblatt (Freitagausgabe). (AFP/dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.11.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!