Zum Inhalt der Seite

Duisburger Delphine

Duisburg ringt um das Delphinbecken im Zoo. Tierschützer empfinden es als Tierquälerei und fordern seine Schließung, nachdem in letzter Zeit schon sechs »Delphinarien« schließen mußten. Nachdem das »Wal- und Delphinschutz-Forum« (WDSF) zusammen mit der Organisation »ProWal« bereits Anfang Oktober eine entsprechende Demonstration vor dem Duisburger Zoo durchgeführt hatte, sollen die Zoobesucher nun jedes Wochenende angegangen werden. Am Sonntag hatte Zoodirektor Achim Winkler entnervt die Polizei zu Hilfe gerufen, nachdem Delphinisten vor dem Zoo Flyer und Luftballons mit der Aufschrift »Zoo ohne Delphine« verteilt hatten. Die Delphinschützer sollten sich seiner Vorstellung nach wenigstens 100 Meter vom Haupteingang entfernen, was sie aber nicht taten, da ihre Demonstration ordnungsgemäß angemeldet war. Ein Sprecher verwies darauf, daß die an Kinder verteilten Luftballons »extra nicht mit Helium gefüllt und von uns nicht aufgeblasen« worden seien, »um eine Gefährdung der Zootiere zu vermeiden«. Von Eltern selbst aufgeblasene Anti-Delphinarien-Luftballons wurden am Zoo-Eingang wieder abgenommen und zum Leidwesen der Kinder zerstochen. (ots/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 26.10.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!