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Wirtschaftslobby kritisiert China

Berlin. Der Ost-Ausschuß der deutschen Wirtschaft hat sich besorgt über das nach seiner Meinung zunehmend aggressive chinesische Engagement in Osteuropa und Zentralasien geäußert. Das Land habe die Weltwirtschaftskrise genutzt und seine weltweiten Marktpositionen ausgebaut, sagte der Ausschußvorsitzende Klaus Mangold am Mittwoch in Berlin. China habe gezeigt, wie ein zentralistisches System in Krisenzeiten antizyklisch mit vollen Taschen agieren könne. In der Folge habe das Land seine Position sowohl am Rohstoffmarkt als auch bei der Vergabe von Großaufträgen deutlich ausgebaut.

Laut einer Umfrage des Gremiums machten die Unternehmen vor allem die Staatssubventionen für die Vergabe von Großaufträgen an chinesische Firmen verantwortlich. Dabei gehe China bei der Ausweitung seiner Wirtschaftsaktivitäten in hohem Maße politisch-strategisch und weniger wirtschaftlich vor.


Der Ost-Ausschuß fördert als Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft nach eigenen Angaben den Handel in 22 Zielländern sowie Investitionen in der Region. Dem Gremium gehören die großen Wirtschaftsverbände sowie mehr als 150 Unternehmen an. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.10.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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