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Volleyball: Die letzten Zwölf

Catania. Der Chef des Volleyballweltverbands FIVB, Jizhong Wei Wei aus China, hat bei der WM in Italien zugesehen, wie Rußland absichtlich gegen Spanien verlor. »Das war kein Fairplay und wird Konsequenzen haben.« Rußlands italienischer Cheftrainer Daniele Bagnoli ließ die Stammspieler am Spielfeldrand um die Wette grinsen, als beim 13:13 im fünften Satz plötzlich kein russischer Block mehr existierte. Rußland verlor, um in der nächsten Runde nicht auf Brasilien zu treffen. Der Titelverteidiger wiederum ließ sich, um in den vermeintlich leichteren Pool mit Deutschland zu kommen, von Bulgarien 0:3 deklassieren. Angreifer Theo wurde als Zuspieler eingesetzt, um nichts anbrennen zu lassen. Das Publikum reagierte mit gellenden Pfiffen auf den Betrug. Schon nach der Auslosung gab es bei der »unbalanciertesten WM der Geschichte« (der spanische Trainer Julio Velasco) wegen der leichten Gegner der Gastgeber zähe Gerüchte über größere und kleinere Losbälle. Daß Niederlagen aus Runde eins und zwei nicht mitgenommen werden, hat allerdings der Weltverband so entschieden. Nur deshalb schaffte es Deutschland auch mit nur zwei Siegen bei drei Niederlagen unter die letzten Zwölf.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.10.2010, Seite 16, Sport

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